Studienleistungen

Zitierhinweise

Lehrstuhl Medien- und Erwachsenenbildung

Bei allen Arbeiten müssen Textpassagen, die wörtlich oder sinngemäß aus anderen Quellen (Büchern, Internet usw.) übernommen werden, als wörtliche oder indirekte Zitate kenntlich gemacht werden. Es muss für einen Leser also immer eindeutig nachvollziehbar sein, woher die präsentierten Gedanken und Überlegungen stammen und wo Sie Ihre eigenen Gedanken und Überlegungen zu einem Thema präsentieren.

Beim Zitieren und Belegen von Literatur und anderen Quellen sowie beim Erstellen eines Literaturverzeichnisses tauchen immer wieder ähnliche formale Fragen und Probleme auf. Im Folgenden finden Sie daher relativ ausführliche Informationen und Hinweise, die Ihnen bei diesen Fragen und Problemen helfen können. Im Download-Bereich der Homepage finden Sie zwei pdf-Dokumente zu diesem Thema, zum einen den folgenden Text (Langfassung) zum anderen eine Präsentationsversion (Kurzfassung).

 

Hier finden Sie Informationen zu folgenden Punkten:

  • Allgemeine Hinweise
  • Das direkte Zitat
  • Das indirekte Zitat
  • Der Kurzbeleg
  • Wissenschaftliche Quellen aus dem Internet
  • Das Literaturverzeichnis
  • Weiterführende Literatur zum Thema

Allgemeine Hinweise

In wissenschaftlichen Arbeiten wird in der Regel vorhandene Literatur verarbeitet. Aussagen in diesen Arbeiten müssen dem Anspruch auf Nachprüfbarkeit genügen, d.h. Fundstellen aus fremden Informationsquellen müssen angegeben werden. Das bedeutet: Jede wörtliche (direktes Zitat) und jede dem Sinn nach (indirektes Zitat) von anderen übernommene Aussage muss durch einen entsprechenden Verweis kenntlich gemacht werden. Dabei gilt:

  • Allgemeingut muss nicht belegt werden.

So ist beispielsweise nicht durch einen Quellenverweis zu belegen, dass Hartmut von Hentig die Laborschule gegründet hat. Eine Aussage wie: Es ist allgemein bekannt, dass unter den Studierenden an deutschen Hochschulen Arbeiterkinder unterrepräsentiert sind, benennt jedoch einen belegbedürftigen Sachverhalt.

Die hier formulierten Empfehlungen stellen nur einige der möglichen Zitier- und Belegverfahren in wissenschaftlichen Arbeiten dar. Sie entsprechend aber weitgehend der Gepflogenheiten in führenden erziehungswissenschaftlichen Zeitschriften (wie der Zeitschrift für Pädagogik und der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft). Man kann davon abweichen, wichtig bleiben aber in jedem Fall die Vollständigkeit und die Einheitlichkeit bei der gewählten Form des Zitierens und der Literaturangabe.
Das direkte Zitat

Textteile aus einem Werk eines/r anderen Autors/Autorin oder aus einem eigenen früheren Werk sind wortgetreu wiederzugeben. Diese Zitate sind im eigenen Text in Anführungsszeichen (“ „) einzuschließen; auf die Quelle ist in einem Kurzbeleg (s.u. Kap. 4) zu verweisen. Beispiel:

„Die tatsächliche Nutzung von Medien kann mit der Steigerung des Angebots nicht mithalten, da unser Zeit- bzw. Freizeitbudget begrenzt ist“ (Vollbrecht 2001, S.178).

Längere zitierte Textpassagen können auch als eigene Blöcke (ein- oder beidseitig) eingerückt und engzeilig und/oder mit kleinerer Schriftgröße geschrieben werden.

„Nur wenn die Forscherin oder der Forscher eine intime Kenntnis des zu erforschenden Gegenstandsbereichs besitzt, sei es durch erfahrene Sozialisation oder durch erworbenen Expertenstatus, dann kann sie oder er auf eine qualitativ ausgerichtete explorative Vorstudie verzichten und umstandslos eine quantitative Hauptuntersuchung durchführen. Eine solche Bedingung zu erfüllen, wird die äußerst seltene Ausnahme bleiben, die gleichsam die obige Regel bestätigt“ (Treumann 1998, S.163).

  • Wo muss der Punkt stehen?

Der Punkt (am Ende eines Zitates) wird nicht nach dem Zitat, sondern erst nach der Zitierstelle/dem Kurzbeleg am Ende des Satzes gesetzt (siehe oben).

  • Hervorhebungen im Original (z.B. Fettdruck, kursiv) müssen übernommen und gekennzeichnet werden

Die Kennzeichnung erfolgt durch den Zusatz „Hervorheb. im Orginal“ im Kurzbeleg. Wenn der Verfasser/die Verfasserin selbst im Original eine Hervorhebung angebracht hat, heißt der Zusatz „Hervorheb. XY“ (Initialen d. Verf.).

„Dementsprechend haben die bisher explizierten sieben Dimensionen von Medienkompetenz auch eine normative Bedeutung, d.h. sie sollen (in einem bestimmten Mindestausmaß) erreicht werden, damit von einer kompetenten Mediennutzung die Rede sein kann“ (Groeben 2002, S. 180, Hervorheb. im Orig.).

  • Wiedergabe von Fehlern im Zitat:

Falls in der Quellenliteratur Fehler sind (z.B. Druckfehler), müssen diese so übernommen werden. Der Fehler wird durch (sic) oder (!) direkt hinter dem fehlerhaften Wort im Zitat kenntlich gemacht. Im übrigen darf auch die Rechtschreibung in Zitaten nicht verändert werden, wenn Texte zitiert werden, die nach der alten Rechtschreibung verfasst wurden, dann bleibt es beispielsweise bei „daß“ und „muß“. Eine Kennzeichnung mit (sic) ist hier nicht unbedingt nötig.

  • Auslassungen im Zitat:

Wenn nicht der vollständige Wortlaut zitiert wird, werden die ausgesparten Worte durch […] oder (…) oder … angedeutet. Es ist darauf zu achten, dass die Verkürzung des Zitats nicht den Aussagegehalt verfälscht.

„Der normative Bedeutungsanteil stellt […] für die empirische Operationalisierung ein Problem dar, […] weil weite Kreise der empiriewissenschaftlichen Methodologie und Wissenschaftstheorie (in der Psychologie, Soziologie und Pädagogik) immer noch durch das sog. Werturteilsfreiheits-Postulat geprägt sind“ (Groeben 2002, S. 180)

  • Anpassung von Zitaten an den eigenen Text:

Es ist möglich, Zitate in eigene Sätze einzubinden. Der eigene Satz und das Zitat sollten grammatisch und syntaktisch aufeinander abgestimmt sein. Das Einfügen des Zitats in den eigenen Kontext darf jedoch nicht den Sinngehalt des Zitats verändern.

Eckige Klammern müssen dann stehen, wenn Kasus, Zeit oder Wortfolgen geändert werden, um das Zitat in den fortlaufenden Text zu integrieren.

Meder bemerkt dazu, dass in der Theorie vom „Problemlösen als Informationverarbeiten“ nach Dörner und Lompscher die „Aufgabenbewältigung streng vom Problemlösen unterschieden“ [werde] (2000, S. 205).

  • Zitate innerhalb eines Zitats

Diese werden durch einfache Anführungsstriche gekennzeichnet, auch wenn ein Zitat im zitierten Text noch in “ “ steht. Wenn im zitierten Text schon einfache Anführungsstriche verwendet werden, bleibt es dabei.

So wird immer wieder gefordert, sozial unterprivilegierte Gruppen sowie Mädchen und Frauen verstärkt in solche Aktivitäten einzubinden und ihnen einen Umgang mit Medien zu ermöglichen, ‚welcher deren emanzipatorische Kraft entfaltet‘ (Schorb 1999 a, S.36). Eine enge Verbindung zwischen Medienpädagogik und politischer Bildung wird somit nahe gelegt“ (Nolda 2002, 74).

  • Sekundärzitate:

Es sollte möglichst sowohl bei einem direkten als auch bei einem indirekten Zitat aus Originalquellen zitiert werden. Wird in einem Werk jemand anderes zitiert und gerade dieses Zitat soll verwendet werden, ist im Originalwerk nachzuschlagen. Sekundärzitate sind nur als seltene Ausnahme (und immer nur als zweitbeste Lösung) akzeptabel. Vertretbar ist diese Variante vor allem bei sehr alten und/oder schwer zugänglichen Originalen. Bei Sekundärzitaten erscheint hinter dem Zitat eine Ergänzung (siehe Beispiel). Im Literaturverzeichnis sollte in diesem Fall sowohl das verwendete Buch wie das Originalwerk aufgeführt werden.

„Gewalt liegt dann vor, wenn Menschen so beeinflußt werden, daß ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potentielle Verwirklichung“ (Galtung 1975, zit. n. Tillmann 1999, S. 8f.).
Das indirekte ZitatOft wird eine Autorin/ein Autor sinngemäß zitiert, etwa beim Referieren der zentralen Aussagen eines Konzeptes oder einer Theorie. Dieses indirekte Zitat wird nicht in Anführungszeichen gesetzt. Am Ende der dem Sinn nach zitierten Wiedergabe steht immer der Kurzbeleg (s.u.), dem „vgl.“ (für „vergleiche“) vorangestellt wird.

Der Autor beschreibt zehn Merkmale des Internet und anderer neuer Medien, die sie für den didaktischen Einsatz in der Schule tauglich erscheinen lassen (vgl. Sacher 2000, S. 97ff.).

Bei sehr allgemeinen Verweisen kann auf die Angabe der Seitenzahl auch ganz verzichtet werden.

Wenn in Überblickswerken mehrere theoretische Ansätze unter Nennung der Autoren zusammenfassend dargestellt werden und dieser Text als indirektes Zitat in die eigene Arbeit übernommen wird, muss nur das verwendete Überblickswerk (mit „vgl.“) belegt und im Literaturverzeichnis aufgeführt werden. Ähnliches gilt für den Verweis auf Sammelbände, solange nicht einzelne Texte daraus verwendet und zitiert werden.

Wer sich für Fragen der Medienanalyse interessiert, findet hier eine interessante und kommentierte Auswahl, die vom nicht-technischen Medium der Stimme bis zu den neuen, auf der Computertechnologie basierenden Medien reicht (vgl. Schöttker 1999).
Der KurzbelegFür die Identifizierung der wörtlichen oder dem Sinn nach zitierten Quellen müssen alle nötigen literarischen Angaben genannt werden, um die geforderte Nachprüfbarkeit zu gewährleisten. Dabei setzt sich als Belegverfahren zunehmend der Kurzbeleg im laufenden Text durch. Es ist möglich, aber (vor allem in der Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaft) wenig gängig, die Literaturangaben mit Fußnoten vorzunehmen. Der Kurzbeleg im Text weist erhebliche schreib- und lesetechnische Vorteile (z.B. besserer Lesefluss) auf. Fußnoten sollten eher genutzt werden, um Anmerkungen oder Erläuterungen dort unterzubringen.

Der Kurzbeleg enthält in der Regel:

  • den Nachnamen des Verfassers (akademische Titel werden grundsätzlich nicht genannt),
  • das Erscheinungsjahr des Werkes und
  • die Seitenzahl des Zitats.

Diese Angaben werden im laufenden Text in Klammern direkt hinter das Zitat gesetzt.

Die Abstände zwischen Name, Jahreszahl und Seitenangabe müssen einheitlich sein, die Komma- und Punktsetzung ebenso.
„Transversale Medienkompetenz im Zeitalter des Internet bedarf einer medienspezifisch geschärften Urteilskraft“ (Sandbothe 2000, S. 20).
„Allerdings verfügen sie [die Heranwachsenden, J.F.] über eine hohe Medienkompetenz im digitalen Bereich“ (Tully 2000, S. 203).

  • Variante:

Beim Kurzbeleg findet man auch häufig die Variante, die Seitenangabe hinter dem Autor/der Autorin und Jahr mit Doppelpunkt und Ziffer vorzunehmen.

„Obwohl es zweifelsohne Regulierungs-, Kontroll- und Zensierungsmaßnahmen des Internet gibt, gibt es aber auch immer wieder Versuche, die anarchische Struktu des Netzes zu erhalten und zu verteidigen“ (Marotzki 2000: 235).

  • Autorenname im Text:

Wird der Autor/die Autorin schon im Text genannt, steht die Jahreszahl direkt hinter dem Namen. Die Seitenangabe folgt am Ende des Zitates.

Rittelmeyer (2002) postuliert zu der Frage nach Kriterien der Schulbauqualität: „Die Wahrnehmung der Raumformen erfolgt nicht nur über den Sehsinn, vielmehr wird zugleich auch ein mehr oder minder großes Spektrum sogenannter ‚innerer Sinne‘, über die wir unseren eigenen Körper wahrnehmen, aktiviert“ (S.213).

  • Abkürzungen

„Ders.“ (für „derselbe“) oder „dies.“ (für „dieselbe“ – eine Autorin – oder „dieselben“ – mehrere Autoren) kann stehen, wenn der Name der Autorin/des Autors direkt vorher schon verwendet wurde.

Die Abkürzung „ebd.“ („ebenda“) wird anstatt Autorenname/Jahr/Seite verwendet, wenn Autor, Erscheinungsjahr und Seitenzahl unmittelbar vorher schon einmal zitiert wurden.

„Passim“ bedeutet „an verschiedenen Stellen des Werkes“.

In der Medientheorie finden wir auch die zunächst irritierende Unterscheidung zwischen ‚heißen‘ und ‚kalten‘ Medien (vgl. McLuhan 1994, passim).

„f.“ bzw. „ff.“ bezeichnen „und die folgende Seite“ bzw. „und die folgenden Seiten“.

  • Mehrere Autoren/innen

Ein Werk von zwei Autoren/Autorinnen wird bei jedem Bezug stets unter der Angabe beider Namen zitiert. Im Text werden diese beiden Namen durch „und“ verbunden; innerhalb von Klammern, bei Tabellen und im Literaturverzeichnis durch „&“ oder Schrägstrich.

„Der durch die Abkehr von der Elternfamilie entstehende Raum wird von den Jugendlichen vor allem mit viel Zeit gefüllt, um ihre Freundschaftsbeziehungen zu gestalten“ (Barthelmes/Sander 2001, S. 81).

Hat ein Werk drei Autoren/innen oder Herausgeber/innen, werden beim ersten Bezug im Text sämtliche Autoren/innen angeführt. Die Nachnamen werden durch Kommata getrennt; zwischen dem vorletzten und dem letzten Namen steht das Wort „und“. Nachfolgende Angaben dieses Werkes enthalten nur mehr den Namen der/des ersten Autorin/Autors, gefolgt von der Angabe „et al.“ oder „u.a.“ (lat. bzw. deutsch für „und andere“) und dem Jahr.

Eine größere empirische Studie zur Nutzung und Bewertung von Computerspielen haben Fromme, Meder und Vollmer (2000) vorgelegt.

„Neue Medien, zumal Bildschirmspiele, spielen in der schulischen wie außerschulischen Pädagogik nur eine marginale Rolle“ (Fromme et al. 2000, S. 235).

Bei mehr als drei Autoren/innen steht immer der erste Name, gefolgt von „et al.“ (bzw. „u.a.“) und dem Erscheinungsjahr. Die gleichen Abkürzungen können auch verwendet werden, wenn mehrere Erscheinungsorte angegeben sind, was bei überregional tätigen Verlagen nicht selten ist.

Tritt eine Institution oder eine Körperschaft als Verfasser auf, so wird der Name wie der eines Verfassers behandelt.

Mit Veröffentlichungen in Aufsatzform (in Zeitschriften oder Sammelwerken) wird im Kurzbeleg genauso verfahren wie mit Monographien, d.h. Nennung von Autorennamen, Erscheinungsjahr (der Zeitschrift oder des Sammelwerkes) und Seite.

„Das heißt unter anderem, daß die Schule ihre kompensatorische Funktion wahrnimmt und bejaht: Sie muß vor allem lehren, was das Leben nicht lehrt, was aber für seine Erhaltung und Würde notwendig ist“ (von Hentig 1998, S.41).
Wissenschaftliche Quellen aus dem InternetFür das Zitieren von Internet-Ressourcen liegen zur Zeit noch keine zufrieden stellenden Richtlinien bzw. eine verbindliche bibliographische Norm vor. Oberstes Ziel muss sein, Autor/in und Quelle eindeutig zu identifizieren.

Als „Quasi-Standard“ hat sich bisher die vor allem durch den Dienst WWW bekannte Uniform Resource Location (URL) als eindeutige Benennung von Quellenangaben verbreitet. Daneben fallen teilweise die Angaben von Seitennummern, Verlag und Verlagsort weg.

Die URL setzt sich zusammen aus:

URL: Schema://Internet-Protokoll-Teile/Pfad

URL: http://www.uni-magdeburg.de/paedagogik/

Das Schema gibt den Dienst an „http (WWW), telnet, ftp (FTP), mailto (e-mail), news, gopher“, aus dem die Quelle entnommen ist. Der Internet-Protokoll-Teil (host.domain) gibt die Adresse des Rechners an, auf dem die Information gespeichert ist. Der Pfad benennt die Location der Quelle auf diesem Rechner. Die gesamte Quellenangabe wird folgendermaßen aufgebaut:

Autor/in (Jahr): Titel. URL: Schema://Internet-Protokoll-Teile/Pfad Stand Datum

Squire, Kurt (2002): Cultural Framing of Computer/Video Games. In: GameStudies, vol. 2, issue 1, July 2002 [online] URL: http://www.gamestudies.org/0102/squire [Stand: 4.9.02]

Die Angabe [online] ist bei der Spezifikation der Quelle über eine URL-Adresse nicht zwingend notwendig. Da sich jedoch jeder Teil einer URL für eine bestimmte Quelle ändern könnte, sollte nach der Quellenangabe stets eine Datierung mit [Stand: Datum] erfolgen, um zu dokumentieren, wann die Information abgerufen oder zugänglich wurde.
Das LiteraturverzeichnisAm Ende einer wissenschaftlichen Arbeit muss das Literaturverzeichnis stehen. Das Literaturverzeichnis erfasst alle Quellen, die in einer wissenschaftlichen Arbeit herangezogen werden, sowohl Quellen, die unmittelbar, d.h. wörtlich zitiert werden als auch solche, die mittelbar, d.h. durch eigene Zusammenfassungen wiedergegeben werden.

Das Literaturverzeichnis wird alphabetisch sortiert nach dem ersten Element der bibliographischen Angabe, d.h. Verfasser- bzw. Herausgebername/n oder dem Sachtitel bei Werken ohne Verfasser.

Bei größeren Arbeiten kann es sinnvoll sein, das Literaturverzeichnis in drei Rubriken zu untergliedern, nämlich

  1. die (durch Belege im Text dokumentierte) tatsächlich verwendete Literatur,
  2. Lexika und Nachschlagewerke sowie
  3. weiterführende, d.h. gelesene und für wichtig befundene Literatur.

Je nach Art der Quelle (Monographie, Sammelwerk mit Herausgeber, Zeitschriftenaufsatz, Aufsatz aus einem Sammelwerk, graue Literatur etc.) ist es notwendig, die bibliographischen Angaben unterschiedlich zu notieren.

  • Monographien:

Name(n), Vorname(n) der/des Verfasser(s) (Erscheinungsjahr): Sachtitel. Untertitel (wenn vorhanden). Ort: Verlag, ggf. Auflage (wenn es nicht die erste Auflage ist).

Nolda, Sigrid (2002): Pädagogik und Medien. Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer.

  • Sammelwerke:

Name(n), Vorname(n) der/des Herausgeber(s) (Hrsg.) (Erscheinungsjahr): Sachtitel. Untertitel (wenn vorhanden). Ort: Verlag, ggf. Auflage (wenn es nicht die erste Auflage ist).

Marotzki, Winfried/Meister, Dorothee M./Sander, Uwe (Hrsg.) (2000): Zum Bildungswert des Internet. Opladen: Leske + Budrich.

  • Werk unter Sachtitel (ohne Autor/in):

Sachtitel (Jahr). Ggf. Untertitel Ort: Verlag, ggf. Auflage.

Grundwissen Politik (1998). Redaktion und Gesamtkonzeption: Ludwig Watzal. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2., völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage

  • Zeitschriftenaufsatz:

Name(n), Vorname(n) der/des Verfasser(s) (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel (wenn vorhanden). In: Zeitschriftentitel, Jahrgang der Zeitschrift, Heft-Nummer, erste bis letzte Seite des Aufsatzes.

Hentig, Hartmut von (1998): Jugend im Medienzeitalter. Vortrag aus Anlaß der Verleihung des Ernst-Christian-Trapp-Preises auf dem 16. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in Hamburg, 18.3.1998. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 1.Jg., Heft 1, S. 23-43.

  • Aufsatz in einem Sammelband:

Name(n), Vorname(n) der/des Verfasser(s) (Erscheinungsjahr): Aufsatztitel. Ggf. Untertitel. In: Herausgebername(n), Herausgebervorname(n) (Hrsg.): Sachtitel. Ort: Verlag, ggf. Auflage (wenn nicht Erstauflage), erste bis letzte Seite des Aufsatzes.

Rittelmeyer, Christian (2002): Qualitätsmerkmale des Schulbaus. In: Wigger, Lothar/Meder, Norbert (Hrsg.): Raum und Räumlichkeit in der Pädagogik. Festschrift für Harm Paschen. Köln: Janus, S. 203-227.

  • Jahreszahl:

Als gleichwertige Alternative kann das Erscheinungsjahr in der bibliographischen Angabe auch hinter den Verlag bzw. bei Zeitschriftenartikeln in Klammern hinter den Jahrgang gesetzt werden.

Schorb, Bernd: Stichwort: Medienpädagogik. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. 1. Jg. (1998), Heft 1, S. 7-22.

Welsch, Wolfgang: Künstliche Welten? Blicke auf elektronische Welten, Normalwelten und künstlerische Welten. In: Hammel, Ekkehard (Hrsg.): Synthetische Welten. Essen: Die Blaue Eule, 1996, S. 157-189.

  • Bezugnahme auf eine Tageszeitung:

Die Zitierfähigkeit von Tages- oder Wochenzeitungen ist umstritten. Falls aus aktuellem Anlass aber doch auf einen Zeitungsartikel hingewiesen werden soll, kann folgendermaßen bibliographiert werden:

Private Vermittler wenig erfolgreich. In OWL bisher nur 88 Prämien ausgezahlt. In: Neue Westfälische, Nr. 243 (19./20. Oktober 2002), S. 4.

  • Anzahl der Verfasser/innen:

Bis zu drei Verfasser/innen werden namentlich aufgeführt. Ab vier Verfasser/innen wird nur noch der/die erste angegeben; dahinter folgt „u.a.“ oder „et al.“. Dasselbe gilt bei Herausgeber/innen.

  • Vornamen:

Im Literaturverzeichnis können Vornamen ausgeschrieben oder abgekürzt werden; es ist durchgängig einheitlich zu verfahren.

  • Punkte und Kommata:

Die einzelnen Angaben werden durch Punkte und Kommata getrennt. Es gibt hier verschiedene ‚Kulturen‘. Das Wichtigste ist, im Literaturverzeichnis einheitlich zu verfahren.

  • Auflage:

Wenn nicht die Erstauflage zitiert wird, dürfen diese Angaben nicht vergessen werden! Bei Wiederauflagen sind Ergänzungen wie ergänzte, erweiterte oder überarbeitete Auflage mit zu übernehmen.

  • Mehrere Werke von Autoren/innen:

Wenn mehrere Werke eines Autors oder einer Autorin zitiert werden, werden die Literaturangaben nach Jahreszahl sortiert (von alt nach jung). Wenn mehrere Werke von einem Autor oder einer Autorin aus dem selben Jahr zitiert werden, dann werden die einzelnen Literaturangaben durch a, b, c usw. als Zusatz zum Jahr gekennzeichnet (z.B. 1998a). Das gilt dann sowohl für den Kurznachweis im Text als auch für das Literaturverzeichnis, damit eine eindeutige Zuordnung von Kurznachweis zur genauen Literaturangabe möglich ist.

Meder, N. (1995a): Multimedia oder McLuhan in neuem Licht. In: GMK-Rundbrief, Nr.37/38, Juni 1995, S. 8-18.

Meder, N.: (1995b): Didaktische Überlegungen zu einem veränderten Unterricht durch den Einsatz neuer Technologien. In: Lauffer, J./Volkmer, I. (Hrsg.): Kommunikative Kompetenz in einer sich ändernden Medienwelt. Opladen: Leske + Budrich, S.48-63.

  • Fehlende Angaben:

Fehlt in Werken das Jahr oder der Ort, schreibt man o.J. bzw. o.O.(besser ist allerdings zu versuchen, die fehlenden Informationen noch zu bekommen).
Weiterführende Literatur zum ThemaApitz, Rico/Guther, Andreas/Hoffmann, Gero (1996): Wissenschaftliches Arbeiten im World Wide Web: HTML – Style-Guide – Sicherheit. Bonn u.a.: Addison-Wesley, 1996.

Bänsch, Axel (1993): Wissenschaftliches Arbeiten: Seminar- und Diplomarbeiten. München u.a.: Oldenbourg, 2., verb. u. erg. Aufl.

Bünting, Karl-Dieter/Bitterlich, Axel/Pospiech, Ulrike (2000): Schreiben im Studium: Ein Leitfaden. Berlin: Cornelsen Scriptor.

Deutsche Gesellschaft für Psychologie (Hrsg.) (1987): Richtlinien zur Manuskriptgestaltung. Göttingen/Toronto/Zürich: Hogrefe.

Krämer, Walter (1995): Wie schreibe ich eine Seminar-, Examens- und Diplomarbeit: Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten für Studierende aller Fächer an Uni­versitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien. Stuttgart/Jena: Fischer, 4. erweiterte und aktualisierte Aufl.

Kruse, Otto (1997): Keine Angst vor dem leeren Blatt: Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Frankfurt a. M.: Campus Verlag, 5. erweiterte Aufl.

Ott, Ralf/Krüger, Thomas/Funke, Joachim (1997): Wissenschaftliches Publizieren im Internet. In: Batinic, Bernad (Hrsg.): Internet für Psychologen. Göttingen u.a.: Hogrefe, S. 199-220.

Rückriem, Georg/Stary, Joachim/Franck, Norbert (1995): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens: Eine praktische Anleitung. Paderborn: Schöningh, 9. Aufl. (Nachdr. der 7., aktualisierten Aufl.).

Sesnik, Werner (1990): Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten ohne und mit PC. München u.a.: Oldenbourg.

Stary, Joachim/Kretschmer, Horst (1994): Umgang mit wissenschaftlicher Literatur. Eine Arbeitshilfe für das sozial- und geisteswissenschaftliche Studium. Frankfurt a.M.: Cornelsen Scriptor.

Werder, Lutz von (1992): Kreatives Schreiben in den Wissenschaften. Milow: Schibri.